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INOLA

Energie- und Landnutzung vereint:
INOLA arbeitet an einem nachhaltigen Land- und Energiemanagement auf regionaler Ebene.

Das INOLA-Verbundprojekt begleitet die bayerische Region Oberland bei der Umsetzung ihres Ziels: Eine Energieversorgung ausschließlich aus erneuerbaren Energien, ab dem Jahr 2035. Gemeinsam mit drei Landkreisen, deren Bürgern und Unternehmen arbeitet INOLA an einer zukunftsfähigen Energiewende.

Das Ziel von INOLA: Neue, auf die Region zugeschnittene Werkzeuge und Konzepte für eine regional akzeptierte Energiewende. Dazu werden partizipative Ansätze und technische Lösungen kombiniert.

Das bayerische Oberland ist eine wachsende Region. Der Anteil der Siedlungs- und Verkehrsflächen wird in den kommenden 20 Jahren stark zunehmen. Das Oberland ist eine Region mit starker Wirtschaft und eine Tourismusregion.

Die Energiewende Oberland bis zum Jahr 2035 zu schaffen, ist auch regional politisch beschlossen. Die Herausforderungen dabei: Erneuerbare Energiequellen land- und ressourcenschonend zu erschließen - und die Bevölkerung in die Umgestaltung einzubeziehen.

In der Innovationsgruppe INOLA arbeiten Natur- und Sozialwissenschaftler und Vertreter einer regionalen Bürgerstiftung sowie eines Stromversorgers zusammen.

Dr. Anne von StreitProjektleiterin, Ludwig-Maximilians-Universität München

Elisabeth FreundlCo-Projektleitung Praxis, Energiewende Oberland – Bürgerstiftung für erneuerbare Energien und Energieeinsparung

Walter HuberGeschäftsführer der Stadtwerke Bad Tölz GmbH

Dr. Monika PraschWissenschaftlerin, Ludwig-Maximilians-Universität München

"Ein tragfähiges landkreisübergreifendes Konzept zu entwickeln, ist schon eine spannende wissenschaftliche Aufgabe. Sie kann nur in Zusammenarbeit mit regionalen Entscheidungsträgern und mit einer möglichst breiten Beteiligung von Menschen aus dem Oberland gelingen. Hier ist die Energiewende Oberland von unschätzbarem Wert für uns."

"Die intensive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis im Projekt INOLA erlebe ich als großen Mehrwert für meine tägliche Arbeit. Die Gespräche sind für mich ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. Sie bringen aktuelle Entwicklungen, Meinungen und Ideen der Akteure unmittelbar ins Projekt ein und die Erkenntnisse aus INOLA zurück in die Region."

"Durch INOLA erhalten wir wichtige Impulse – sei es durch Daten oder durch die Diskussion mit der Wissenschaft. Wir als Stadtwerke erhoffen uns vor allem zusätzliche Informationen über die Erwartungen der Bevölkerung an nachhaltiger Energieerzeugung."

"Durch das Simulieren und Visualisieren zukünftiger Entwicklungen der Region Oberland unterstützen wir die regionalen Akteure bei ihren Entscheidungen."

In einem ersten Schritt hat das Team des Verbundprojekts die gegenwärtige Landnutzung anhand umfangreicher Daten untersucht. Auch bereits existierende Energieanlagen wurden räumlich verortet. Damit entstand eine gänzlich neue Datengrundlage für die Region.

In einem zweiten Schritt wurde geprüft, wie die Region das selbst gesteckte Ziel erreichen kann. Die Potenzialanalyse zeigt, dass eine Versorgung mit Strom aus regionalen, regenerativen Quellen möglich ist. Für die Wärmeversorgung hingegen braucht es Einsparpotenziale.

Wie steht die regionale Bevölkerung zur Energiewende? Eine Befragung von 342 Bürgerinnen und Bürgern in mehreren Gemeinden der Region ergab eine hohe Akzeptanz. Solar- und Wasser-Anlagen stehen im Bevölkerungs-Ranking auf den ersten beiden Plätzen.

Der Befragung folgte der Blick in die Zukunft: In zahlreichen Workshops entwickelten über 60 regionale Experten gemeinsam mit Wissenschaftlern Zukunftsbilder für die Bereiche Energie, Wohnen, Bevölkerung, Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus. Diese wurden in drei Veranstaltungen mit über 100 interessierten Bürgern diskutiert.

Es zeigte sich ein Gegensatz von Wunsch zu Erwartung: Die Menschen vor Ort präferieren ein Zukunftsbild mit starkem Fokus auf Nachhaltigkeit. Für wahrscheinlich halten die meisten jedoch eine Fortsetzung bestehender Trends, die den Umstieg auf Erneuerbare Energien erschweren.

Die Zukunftsbilder haben sich in der ersten Phase des Projekts als wichtiges Werkzeug erwiesen, um unterschiedliche Akteure in ein Gespräch zu bringen. Wie dieses Werkzeug auch zukünftig in der Region eingesetzt werden kann, wird in einem Leitfaden beschrieben.



Der nächste Schritt der INOLA-Innovationsgruppe ist ein neues Simulationswerkzeug. Mit dessen Hilfe können kommunale Entscheider Entwicklungswege hin zu erneuerbaren Energien durchspielen bzw. verschiedene Optionen testen.



Erste Ideen zum Energienmix hat das INOLA-Team ermittelt: Darin spielt der gebäudegebundene Ausbau von Solaranlagen für Strom und zur Wärmeerzeugung sowie Erdwärme eine wichtige Rolle. Biogas - und Windkraftanlagen wären von untergeordneter Bedeutung. Hier spiegeln sich die Bedenken der regionalen Akteure wider.

Resonanz und Wirkung:
Das Forschungsprojekt in der Öffentlichkeit.

Eine Idee wächst

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat sich als vierter Landkreis nun der Zielsetzung „Energieversorgung aus Erneuerbaren bis 2035“ verschrieben.

Süddeutsche Zeitung (01.05.2016)

So kann der Landkreis die Energiewende bis 2035 schaffen

Zum Artikel

Süddeutsche Zeitung (29.04.2015)

Werkzeug für die Praktiker

Zur PDF

Merkur (27.6.2016)

Wie stehen Sie zur Energiewende?

Zum Artikel

Ansprechpartner

Dr. Anne von Streit
Ludwig-Maximilians-Universität München, Department für Geographie
Luisenstraße 37
80333 München

Projektpartner:

  • Ludwig-Maximilians-Universität München, Department für Geografie
  • ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaft sforschung an der Universität München e.V.
  • Hochschule Kempten – Hochschule für angewandte Wissenschaft
  • Energiewende Oberland – Bürgerstift ung für erneuerbare Energien und Energieeinsparung, Penzberg
  • Stadtwerke Bad Tölz GmbH, Bad Tölz


Weiterführende Informationen
http://www.inola-region.de/

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