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Regiobranding

Kulturlandschaft als Marke:
Regiobranding stärkt regionale Identität für mehr Wertschöpfung und Lebensqualität.

Das Team des Verbundprojekts Regiobranding erforscht, wie sich einzigartige Kulturlandschaften erhalten und etablieren lassen. Die Strategie: Kulturlandschaften werden entwickelt und durch Branding in ihrer Einzigartigkeit bekannt gemacht - und vermarktet.

Ziel des Projektes Regiobranding ist es, die jeweiligen Besonderheiten regionaler Kulturlandschaften in Wert zu setzen. Inwertsetzung erfolgt dabei doppelt: Als Beitrag zur regionalen Identität der Bevölkerung und als Steigerung der regionalen Wertschöpfung.

Die Ausgangslage der Innovationsgruppe Regiobranding: Ländliche Regionen und Städte mit ländlich geprägtem Umland schöpfen die Potenziale von Kulturlandschaften zur Identitäts- und Imageentwicklung oft nicht aus.

Regiobranding ermittelt für drei Fokusregionen in der Metropolregion Hamburg die Besonderheiten regionaler Kulturlandschaft und nutzt diese für einen Branding-Prozess. Dies sind die beiden ländlichen Regionen „Steinburger Elbmarschen“ und „Griese Gegend-Elbe-Wendland“ sowie die Stadt Lübeck mit Nordwestmecklenburg.

In der Innovationsgruppe Regiobranding arbeiten Umweltplaner, Ökonomen, Sozial- und Kulturwissenschaftler und Vertreter aus Kommunen und Vereinen zusammen.

Dr. Daniela KempaProjektkoordinatorin, Universität Hannover

Ursula KühnRegionalleiterin im Projekt, Hansestadt Lübeck

PD Dr. Sylvia Herrmannstellvertretende Projektleiterin, Universität Hannover

Birgit BöhmLeiterin der Innovationsgruppe, mensch und region GbR

Peter HuusmannLeiter Abteilung Kreisentwicklung, Kreis Steinburg

Dr. Ulf IckerodtWissenschafts- und Praxispartner, Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

Beate von MalottkyArchäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

Philipp UckertRegionaler Praxispartner, Landkreis Ludwigslust-Parchim

"Um den Blick für das Besondere von Regionen zu öffnen bedarf es engagierter Menschen vor Ort, die bereit sind neue Wege zu gehen. Zum Beispiel indem sie regionale Kooperationen neu denken, für kreative Ideen Mitstreiter suchen oder aktiv den Wandel der Region mitgestalten. Diese innovativen Perspektiven auf und für Regionen wurden von der Innovationsgruppe Regiobranding zusammengeführt und werden aktuell mit Projekten modellhaft umgesetzt."

"Die Wahrnehmung der Dörfer in der Region ist gering, die Dörfer haben aber ein hohes Entwicklungspotenzial für das soziale Miteinander. Die Perspektive des Projekts Regiobranding bezieht sich daher unter anderem auf Dorfentwicklung, Bildungsarbeit vor Ort und Zusammenführung der Teilregionen in Lübeck und Nordwestmecklenburg."

"Die Wahrnehmung der eigenen regionalen Identität kann für die Entwicklung von Regionen ein entscheidender Schritt sein, der die Basis legt für innovative Ansätze. Damit wird auch der Blick auf die Potentiale von Kulturlandschaften geöffnet und damit mögliche neue Wege für eine In-Wert-Setzung eröffnet."

"Eine große Herausforderung ist die gemeinsame nachhaltige Kulturlandschaftsentwicklung und die Integration globaler Mega-Trends und Nachhaltigkeitsziele. Wir freuen uns sehr darüber, dass es der Innovationsgruppe gelungen ist, die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen über den Nachhaltigkeitscheck und die Zielentwicklung in die regionalen Handlungsstrategien und Pilotvorhaben zu integrieren. "

"Im dritten Jahr von Regiobranding kann ich feststellen, dass sich die Menschen in der Fokusregion selbstbewusster mit dem Thema „Zukunft der Kulturlandschaft“ auseinandersetzen. Themen wie demografischer Wandel und Strukturwandel in der Landwirtschaft wurden vorher als Entwicklungshemmnisse in der Region gesehen; heute versucht man diesen Themen positiv zu begegnen. Ein gutes Beispiel ist der Umgang mit alter, landwirtschaftlicher Bausubstanz. "

"Eine besondere Qualität des Projektes ist, dass prototypische Projektbausteine, die in der Fokusregion Steinburger Elbmarschen entwickelt werden, bereits jetzt an anderer Stelle eingesetzt und genutzt werden."

"Das Forschungsprojekt Regiobranding ist m einer Wahrnehmung nach in der Fokusregion Steinburger Elbmarschen angekommen. Die gute und beständige Beteiligung der Menschen vor Ort sowie die bisherigen Ergebnisse und Modellvorhaben zeigen, dass ein hohes Interesse an der Gestaltung des Kulturlandschaftswandels unter Einbeziehung der charakteristischen und identitätsstiftenden Merkmale der Elbmarschen besteht."

"Das In-Wert-Setzen von Kulturlandschaftscharakteristika fordert die Fokusregion Griese Gegend-Elbe-Wendland heraus, geeignete Methoden und Strukturen in der Kommunikation zu finden. Eine erfolgreiche Anwendung der wissenschaftlichen Ergebnisse ist nur dann möglich, wenn es gelingt, die Kommunikation zwischen den Menschen beidseitig der Elbe mit jeweils unterschiedlichen gewachsenen Erfahrungen und zwischen Wissenschaftlern und lokalen Akteuren zu meistern."

Branding entsteht im gemeinsamen Prozess. Das Verbundvorhaben hat dafür einen regelmäßigen Austausch mit Akteuren der drei Fokusregionen etabliert.

Mit Hilfe unterschiedlicher Erhebungen untersuchten die Verbundpartner die Rolle der Landschaft als Teil regionaler Identität. Besonders wertgeschätzte Charakteristika der Kulturlandschaft wurden herausgearbeitet.

So sind den Menschen einer Haushaltsbefragung eine intakte Umwelt sowie die gesundheitliche Versorgung am wichtigsten. Auch gut ausgebaute Verkehrswege, Nahversorgungs- und öffentliche Verkehrsangebote sind von Bedeutung, ebenso die Naherholung in der Natur. Wie sich das jeweils für Identität und Image nutzen lässt, hat das Projekt in Arbeitspapieren erfasst.



In jeder Region identifizierten Projektmitarbeitende und Anwohner identitätsstiftende Orte und Merkmale der Kulturlandschaft. Diese werden aus verschiedenen Gründen besonders wertgeschätzt und sind daher besonders wertvoll für das Branding. Alle Orte wurden in „Glückskarten“ und „Lieblingsorten“ festgehalten.



Eine innovative Form des Brandings von Kulturlandschaft: Ein von Studierenden verfasster Kriminalroman. Leserinnen und Leser lösen den Fall - und erfahren nebenbei Wissenswertes zum Elbe-Wendland.

Der Blick in die Vergangenheit war für die Projektpartner ebenso von Interesse wie der Blick in die Zukunft. In jeder Region wurden “Oberziele” für das Jahr 2030 festgelegt.

So hat sich beispielsweise die Fokusregion Steinburger Elbmarschen zum Oberziel gesetzt als “die tiefste Landstelle Deutschlands” bekannter zu werden. Dabei soll die Weidewirtschaft als identitätsprägendes Merkmal der Landschaft unter dem Meeresspiegel erhalten bleiben.

Resonanz und Wirkung:
Das Forschungsprojekt in der Öffentlichkeit.

Breites Netzwerk

In der Fokusregion Lübeck-Nordwestmecklenburg ist ein Netzwerk von 250 Aktiven entstanden, die gemeinsam an der Vermarktung ihrer Region arbeiten.

Wilstersche Zeitung

„Das ist eine wahnsinnige Werbung“ - Wie die Elbmarschen von Regiobranding profitieren

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Unser Landkreisbote

Mit Regiobranding Zeit für eine Reise durch die Region

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Norddeutsche Rundschau

"Es muss nicht immer Reetdach sein."

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Ansprechpartnerin

Dr. Daniela Kempa
Leibniz Universität Hannover
Institut für Umweltplanung
Herrenhäuser Str. 2
30419 Hannover

Projektpartner:

  • Universität Hamburg
  • Universität Greifswald
  • mensch und region GbR
  • Hansestadt Lübeck
  • Landschaftspflegeverein Dummersdorfer Ufer e.V.
  • Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein
  • Landkreis Ludwigslust-Parchim


Weiterführende Informationen
www.regiobranding.de

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