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render

Unterschiedliche Interessen bündeln:
render organisiert einen regionalen Dialog für die Energiewende.

Das Team des Verbundprojektes render organisiert den „Regionalen Dialog Energiewende“ in der Städteregion Aachen. Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft arbeiten gemeinsam für den Umbau des regionalen Energiesystems auf erneuerbare Energien.

Das Ziel von render: ein Konzept zu entwickeln, das die Grundlage für einen effektiven Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region ist.

Die Städteregion Aachen ist ein Zusammenschluss aus der kreisfreien Stadt Aachen sowie neun weiteren Städten und Gemeinden.

Die Energiewende ist in der Region politisch gewollt – das selbst gesteckte Ziel von 75 Prozent Energieerzeugung durch Erneuerbare Energien soll bis 2030 erreicht werden. Die dazu notwendigen Anlagen benötigen jedoch Flächen und stehen in Konkurrenz z.B. zum hohen Bedarf an Wohnraum und Gewerbeflächen oder zu Belangen des Arten- und Umweltschutzes.

In der Innovationsgruppe render arbeiten Ingenieurs-, Natur- und Sozialwissenschaftler, Ökonomen und Vertreter aus regionaler Politik, Verwaltung und Energiewirtschaft zusammen.

Alexandra PtockStädteregion Aachen

Benjamin BornefeldStadtwerke Aachen Aktiengesellschaft

Franz-Josef Türck-HövenerEWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH

Jens Schneiderrender-Projektleiter, Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.

Stefan BrühlB E T Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH

"Stadt und Städteregion Aachen profitieren bei sich ändernden rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vom Dialog in render. Der Grundstein, den Ausbau der regenerativen Energien und der Kraft-Wärme-Kopplung in der Region voranzubringen, wäre somit gelegt."

"Für das Praxisprojekt „Richtericher Dell“ der STAWAG werden Zukunftsszenarien interaktiv in Gruppen bearbeitet. Die Methode der Szenariotechnik dient dabei der Erprobung für Strategien der Risikominderung für Stadtwerke bei sich ändernden kommunalen Planungen. So können wir nun mit Hilfe des Projektes render passende Unternehmensstrategien für erneuerbare Energieversorgungslösungen ableiten und entwickeln."

"Das Projekt hat der regionalen Politik verdeutlicht, dass die angestrebten Klimaschutzziele nicht zu erreichen sind. Was wir bisher umgesetzt haben waren „Low Hanging Fruits“; die zukünftigen Aufgaben sind weitaus schwieriger. Die Bundes- und Landespolitik schafft derzeit kein Klima, in dem ein Ausbau der Erneuerbaren Energien gedeihen kann. Die Herausforderung: es muss nun ein bedarfsgerechter dezentraler Ausbau der Erneuerbaren Energien in ganz NRW eingeleitet werden; unter frühzeitiger Einbindung der Bürgerinnen und Bürger und der Möglichkeit einer finanziellen Beteiligung"

"Wir als render konnten den Akteuren in der Städteregion Aachen erstmalig aufzeigen, wo wir als Region bei der Umsetzung der Energiewende stehen und dass wir doch noch einige Schritte zur Zielerreichung gehen müssen. Welche der durch render aufgezeigten Wege die Region nun zukünftig gehen möchte, müssen die Akteure nun selbst entscheiden. "

"Die Umsetzung der Energiewende allgemein und der Ausbau von Erneuerbaren Energien im speziellen bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe."

Die Innovationsgruppe hat gemeinsam mit Schlüsselakteuren in der Region einen Dialog über Energie und daran geknüpfte Landnutzungen initiiert.



Eine Umfrage von render im Jahr 2015 hat bestätigt: Die Bewohnerinnen und Bewohner der Städteregion stehen der Energiewende positiv gegenüber. Neun von zehn Menschen begrüßen den Umbau des Energiesystems in der ehemaligen Bergbauregion.

Die von render erstmalig erstellte Energie- und Klimabilanz zeigt: gegenwärtig macht die Menge an Erneuerbaren Energien nur 15 Prozent des verbrauchten Stromes in der Region aus.

Die Untersuchung des aktuell verfügbaren Flächenpotenzials hat gezeigt, dass damit allein das 75%-Ziel nicht zu erreichen ist. Flächen müssten neu ausgewiesen und für die Energieerzeugung bereitgestellt werden.

Ein wichtiges Ergebnis der Forschung für regionale politische Entscheider.

Render befragte im Herbst 2017 die Bevölkerung zu möglichen Handlungsoptionen der Energiewende. Das Ergebnis: Die Befragten sprechen sich für Photovoltaik und Windenergie als Eckpfeiler der regionalen Energiewende aus. Windkraftanlagen sollten jedoch keinen Vorrang vor Schutzgütern wie Artenschutz und Erholungsgebieten erhalten.


Eine Mehrheit der Befragten möchte außerdem mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten bei der Gestaltung der Energiewende. Fast 79 Prozent finden eine finanzielle Beteiligung der Bürger wichtig. 38 Prozent würden sich in jedem Fall oder eventuell in einem Beteiligungsprozess einbringen, wenn es zusätzliche Wege der Mitbestimmung gäbe.

Die Bereitschaft vieler Menschen, an der Energiewende mitzuwirken nutzt die Innovationsgruppe render. Gemeinsam mit dem Projektpartner Energie- und Wasser-Versorgung GmbH wurde eine Energiegenossenschaft gegründet.

Mit den Stadtwerken Aachen wurde ein weiteres Pilotprojekt initiiert: Für ein Neubaugebiet in der Stadt Aachen wurde ein Szenarioprozess gestartet, um Möglichkeiten der Energieversorgung zu erarbeiten und Geschäftsmodelle abzuleiten.

Das regionalwirtschaftliche Potenzial der erneuerbaren Energien ist erheblich, wie die Untersuchungen des Forschungsteams zeigen. render empfiehlt der Region vor allem den Ausbau von Solaranlagen. Das schafft wirtschaftlichen Gewinn für Eigentümer und Kommunen und garantiert Arbeitsplätze.

Resonanz und Wirkung:
Das Forschungsprojekt in der Öffentlichkeit.

Resonanz

"Die Forschungsergebnisse haben bereits gezeigt, dass die verfügbaren Flächen bei weitem nicht ausreichen, um die Ziele der Politik zu erreichen. Hierdurch wurde bereits erreicht, dass die Politik erkannt hat, dass Sie nicht nur Ziele definieren sollte, sondern auch den Weg frei machen muss, um genügend Flächen zu entwickeln.“ (Newsletter des Projekts 2/2017)

Zukunft Solarenergie

Wichtiges Ergebnis von render: Die Photovoltaik, die bislang in der Region kaum Beachtung gefunden hat, muss stärker in der Region ausgebaut werden.

Aachener Nachrichten

"Auf der Suche nach weiteren Potentialen"

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Dürener Zeitung

"Diese Region hat auch ohne die Braunkohle großes Potential"

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Aachener Zeitung

"Projekt "Render": Jetzt wird's konkret mit der Energiewende."

Zur PDF

Ansprechpartner

Jens Schneider
Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.
Kackertstraße 15 – 17
52056 Aachen

Projektpartner:

  • BET Büro für Energiewirtschaft und technische Planung GmbH
  • EWV Energie- und Wasser-Versorgung GmbH
  • Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.
  • gaiac Forschungsinstitut für Ökosystemanalyse und –bewertung e.V. an der RWTH Aachen
  • Institut für Politische Wissenschaften, RWTH Aachen University
  • Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) e.V. an der Universität Duisburg-Essen
  • Stadt Aachen
  • StädteRegion Aachen
  • STAWAG, Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft


Weiterführende Informationen
www.regionaler-dialog-aachen.de

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